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E-Zigarette und Theaternebel
Eine besondere Beziehung

Seit Jahren wird eine strittige Diskussion zwischen offiziellen Stellen und den Befürwortern der in E-Zigaretten verwen­deten sogenannten Verdampfungs-flüssigkeiten (Liquide) hinsichtlich ihrer Gefährlichkeit/Gesundheitsschädlichkeit ge­führt. Diese Flüssigkeiten ähneln Nebelfluiden, in dem man quasi eine „Anlehnung« an das Theaternebel-System gemacht hat und Nebelfluid-Roh-stoffe mit Aromastoffen und Nikotin vermischt als E-Zigaretten-Liquid verwendet, sodass auch Theaternebel in diesen Streit mit einbezogen wird.

Leider ist festzustellen, dass bei bestimmten Interessenlagen auch in der Wissenschaft nicht selten die Unwahrheit ver­breitet wird, also gelogen wird, dass sich die Balken biegen. Zwar nicht immer plump mittels einer direkten Lüge, sondern oft sehr geschickt durch Weglassen oder Andeutung von Fakten, durch verzerrte Darstellung von Statistiken (die hohe Kunst der wissenschaftlichen Fehlinformation), vor allem, wenn es um moralisch kritische Themen und Ideologien geht, wie z. B. Sexualität, Alkoholkonsum, Rauchen, Essen, also Genuss jeder Art.

Diese Art der Wissenschaft wird als Junk oder Bad Science bezeichnet, deren Verbreiter oft als Spindoktors. Bezüglich der E-Zigarette schämt man sich nicht, selbst offensichtliche Irrtümer und naturwissenschaftlichen Unsinn immer wieder zu verbreiten.

Selbst einem lebenslang überzeugten Nichtraucher, wie dem Verfasser dieser Zeilen erscheint dies unanständig, wenn nicht sogar verwerflich.

Der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel.

Neben spezifischen Behauptungen zur Schädlichkeit der Vernebelungssubs-tanzen wird vor allem angeführt, dass es keine Erfahrung mit den Nebelstoffen, insbesondere keine Humanstudien zur Inhalationstoxizität gäbe.

Führend bei diesen Streitigkeiten sind unter anderem das Deutsche Krebs-forschungszentrum Heidelberg (DKFZ), das BAuA, das BfR und auch das DKFZ, die unisono die zuvor und nachfolgend beschriebenen negativen Standpunkte ver­treten. Die Leiterin der sogenannte Stabsstelle Frau Pötschke-Langer, als führendste Aktivistin in dieser Angelegenheit ist zwar in Pension gegangen, die Nachfolgerin neigt jetzt zu ambivalenten Äußerungen zum Thema.

Die nachfolgenden Behauptun­gen stehen allerdings weiterhin im Raum und bedürfen der kritischen Stellungnahme:

  1. Bezüglich der Inhalation der Nebelstoffe gäbe es keine ausreichende Erfahrung am Menschen.

  2. Mitarbeiter der Unterhaltungsbranche, die regelmäßig Theater- nebel ausgesetzt sind, leiden vermehrt an akuten und chronischen Atemwegserkrankungen.

  3. Bereits die kurzfristige Exposition gegenüber Theaternebel löst Atemwegsirritationen aus:

  4. Theaternebel liegt in feinstaubartiger Partikelform (PM 2,5) vor und wird als solcher mit den gesundheitli­chen Nachteilen, die mit Feinstaub verbunden sind, inhaliert.

  5. Bei der Inhalation des Dampfs eine E-Zigarette, der Nebelfluid-Bestandteile enthält, kann bei hohem Dauer­konsum eine Krebsge-fährdung nicht ausgeschlossen werden“.

  6. Die Inhalation von E-Zigaretten-Dampf, die Nebelfluid Bestandteile enthalten bewirkt gefährliche Ablage­rungen der Lunge und führen insbesonders bei Kindern zu einem verminderten Lungenwachstum und reduzierter Lungenfunktion.

Alle vorgenannten Behauptungen sind, obwohl sie zum Teil von renommierten Institutionen verbreitet werden, wissen­schaftlich gesehen, falsch.

 

Zu 1.                                                                                      

Zunächst einmal ist die Behauptung, dass es keine Humanstudien in Bezug auf die Inhalation der in Rede stehenden Nebelstoffe gäbe, schlichtweg falsch, bereits in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat man zu Desinfektionszwecken Versuche mit den auch heute noch verwendeten Substanzen durchgeführt.

So werden u. a in der Studie

Harris TN, Stokes Jr. Air-borne cross-infection in the case of common cold. A further study on the use of glycol vapors for air sterilization. Am J Med Sci 1943;206:631–6.

Versuche beschrieben, bei der 150 kranke, bettlägerige Kinder im Alter zwischen 3 und 15 Jahren (Rheumatisches Fieber nach orthopädische Behand-lung) in einem Hospital täg­lich 24 Stunden lang über 3 Wochen einer PG-Nebelkon­zent­ration bis zu 94 mg/m³ zwecks Luftsteri­lisation exponiert wurden und dabei keine negative Wirkungen auf die Schleimhäute der oberen Atem­wege gefunden wurden.

Was jedoch von allen Kritikern ignoriert wird, ist die Tatsache, dass die in Rede stehenden Substanzen schon seit 44 Jahren in großem Umfang weltweit als (SAFEX®-) Theaternebel eingesetzt werden.

Dass bestimmte Stoffe (Polyole) als Theaternebel seit Jahrzehnten eingesetzt werden, kann durch simple Recherche im Internet problemlos ermittelt werden. Auch als Wissenschaftler hat man nicht nur eine Bring- sondern auch eine Hol­schuld, es gehört zu den Grundpflichten sorgfältigen wissen-schaftlichen Arbeitens, sich vorher über das behandelte Ge­biet ausreichend kundig zu machen.

Aus Sicht des Verfassers handelt es sich um reine Ignoranz: Die BAuA z. B. hat bei einer telefonischen Befragung inoffizi­ell mitgeteilt, dass man keine Zeit gehabt hätte, sich mit Theaternebel und den damit befassten Fachleuten in Verbindung zu setzen, als man einen Ablehnungsantrag für den Wirkstoff PG europaweit erreichen wollte.

SAFEX® hat die folgenden Verbrauchszahlen aufgrund verschiedener Daten äußerst konservativ für Europa und USA ge­schätzt, unter Weglassung jeder Vermutung hinsichtlich des Verbrauchs in Asien, Australien, Afrika und Südamerika, da für diese Kontinente keine auch nur annähernd belastbaren Daten zur Verfügung stehen.

Der konservativ geschätzte Verbrauch an Nebelfluid
seit 1973 kann mit ca.

5 Milliarden Liter weltweit angenommen werden*).

Rechnerisch ergäbe dies für 42 Jahre in einer beispielhaften Modellbetrachtung bei Verwendung von 0,025 Ltr. Nebelfluid und gleichzeitiger Anwesenheit von 50 Personen pro Vernebelungsereignis*)

10 Billionen Expositionsereignisse.

Die UNESCO teilt im November 2015 mit, dass seit 2008 die Anzahl wis-senschaftlicher Publikationen enorm gestiegen ist. Für das Jahr 2014 wird angenommen das jeden Monat ca. 1.3 Millionen Publikationen weltweit veröffentlicht wurden. Legt man diese Zahlen zu Grunde, wurden in den letzten 15 Jahren ca. 234 Millionen Publikationen veröffentlicht.

Auch bei sorgfältiger Recherche haben die offiziellen Stellen als auch der Verfasser nicht eine Veröffentlichung innerhalb diesen letzten 15 Jahren gefunden, die adverse Effekte, verursacht durch Theaternebel bzw. seinen Inhaltsstoffe beschreibt.  

Einige unter besonderen Umständen entstandenen, primär nordameri-kanischen Studien erschienen in den Jahren 1991-2003. Die damalige Diskussion über Theaternebel zog sich fast 10 Jahre hin, u. A. forciert durch eine für Übertreibungen bekannte Arbeitssicherheits-Aktivistin, die für gewerkschaftlich organisierte Sänger und Tänzer einen Gagenzuschlag beim Arbeiten in Theaternebel erreichen wollte. Schlussendlich führte alle »Aufregung« jedoch zu keinen grundsätzlichen Er­kenntnissen/Konsequenzen, man einigte sich unter den Streitenden auf einen moderaten Einsatz von Theaternebel, in dem jedem Nebelgerät eine experimentell bestimmte Ausbringungsrate zugeordnet wurde. Das ganze ereignete sich im übrigen 18 Jahre nach der Markteinführung des SAFEX® Theaternebels.

Für den gesamten Zeitraum der Marktpräsenz (1973 bis heute) fehlt jedoch jede epidemiologische Evidenz / Auffäl­ligkeit. Es wurden, wie beschrieben, zwar immer wieder einmal mögliche Risiken diskutiert und auch Fallbeschreibungen (jedoch immer ohne Kausalitätsnachweis) aufgeführt, in der medizinisch/wissenschaftlichen Literatur finden sich bis heute praktisch keine Kasuistiken, Schadstoffnachweise oder Erkenntnisse bezüglich eines Pathomechanismus hinsichtlich des SAFEX®-Theaternebels.

Aufgrund dieses Fehlens wurde auch bei den letzten Aktivitäten der BauA und des DKFZ auf die zurückliegenden, alten Veröffentlichungen zurückgegriffen. Wenn diese vom Grundsatz her zutreffend gewesen wären, müssten sich spätestens nach ihrer Veröffentlichung, international gesehen, wenigstens einige Fallbeispiele bezüglich adverse Effekte finden las­sen, was jedoch nicht zutrifft.

Angesichts des doch vergleichsweise häufigen und langjährigen Einsatzes spricht dies eher dafür, dass mit einem, mög­licherweise noch unerkannten Risiko, nicht zu rechnen ist.

 

Zu 2.                                                                                      

Die Behauptung hinsichtlich Theaternebels sind keine Erkenntnisse des Heidelberger Krebsforschungszentrums, sie sind 2 bzw. 3 amerikanischen Studien aus den Jahren 2000-2005 entnommen.

»Atmospheric Effects in the Entertainment Industry: Constituents, Exposures, and Health Effects« von Kay Teschke, Yat Chow, Mi­chael Brauer, Chris van Netten, Sunil Varughese, and Susan Kennedy) 2003

Die Erstere ist eine aufwändige Studie der Universität British Columbia, ursprünglich von Kai Teschke et al. durchgeführt, die allerdings Ölnebel und Fluidnebel gemeinsam untersucht*) und die Wirkung dieser Nebel auf Studio-und The­atermitarbeiter mit der Atemwegsgesundheit von Fähr-schiffmitarbeitern vergleicht.

Durch die undifferenzierte Betrachtung von Öl- und Fluidnebel und der doch sehr unpassenden Vergleichsgruppe ist die Studie als methodisch mangel-haft anzusehen. Ein Vergleich mit der Atemwegsgesundheit von Durchschnitts-bürgern oder noch besser von Mitarbeitern der Unterhal-tungsindustrie, die nicht mit Nebel direkt in Kontakt kommen, wäre sachge­recht gewesen. Auch ist sie bereits im Ansatz tendenziös, da bereits in der Einführung zum Thema behauptet wird, dass Theaternebel gesund-heitsschädlich ist.
*)   Man kann zwar zwei vermutete Noxen in einer Untersuchung betrachten, muss sie jedoch strikt getrennt untersuchen und auch die Ergebnisse differenziert präsentieren.

Die Studie ist von weiteren Merkwürdigkeiten durchzogen:

So werden aus 4 Stunden Beobachtung einzelner Studio- oder Theater-mitarbeiter während eines Arbeitstags im Nebel statistische „Hochrech-nungen“ zu deren „Belastung“ mit Nebelfluiden über die letzten 2 Jahre errechnet. Auch eine tatsächliche Kausalität bezüglich den gesund-heitlichen Unterschieden zwischen Unterhaltungsindustriemitarbeitern und den Fährschiffbesatzungen wird für Theaternebel nur angenommen, jedoch nicht belegt, andere Faktoren hinsichtlich der unterschiedlichen Gesund-heitssituation dieser beiden Personengruppen werden gar nicht in Betracht ge­zogen, so als wenn es sie nicht gäbe. Ein Pathomechanismus, der erklärt, wie die Schädlichkeit stattfinden soll, wird schon gar nicht beschrieben.

Die Studie ist in wissenschaftlicher Art gemacht, Beweise für eine Schädlichkeit von Fluid-Theater­nebel, auch hinsichtlich von Zerset-zungsprodukten*) etc. liefert die Studie jedoch nicht im geringsten.
(*An bedenklichen Produkten sind in der Studie nur Naphthalin und eine naphthalinähnliche Substanz in der Praxis gefunden worden, über die die Autoren spekulieren, sie könnten aus der Erzeugung von Theaternebel [Öl oder Fluid?] herrühren. Offensichtlich wissen sie nicht, das Naphthalin über fast ein Jahrhundert als Mottenpulver und damit auch in Theatern und Studios [Vorhänge, Kostüme etc.] verwendet wurde und dies die gefundenen Mikrospuren sehr einfach erklärt).

Die zweite Studie ist noch obskurer, sie wurde erstmalig in der zuvor beschriebenen Studie zitiert und war offen­sichtlich der Grund, warum die Originalstudie von K. Teschke et al. noch einmal in modifizierter Form von Sunil Varug­hese et al. als früherer Mitautor, publiziert wurde.

Die Autoren Arif et al. versuchen aus einer Volksbefragung zur Gesundheit von 40.000 Amerikanern mittels statistischer Methoden nachträglich heraus zu rechnen, ob einer der Befragten an Berufsasthma leidet. In der Original-befragung gehörte dies nicht zu den Fragestellungen! Weil schlussendlich 4 Personen, die der Unterhaltungsindustrie zugeordne­ten wurden, mit den statistischen Mitteln als asthmakrank aus beruflichen Gründen identifiziert wurden und weil diese 4 Personen eine rechnerisch relativ große Gruppe (4:16 = jeder Fünfte) unter den befragten 16 Unterhal­tungsindustrie-Mitarbeitern darstellt, kamen die Autoren zu dem Ergeb-nis, dass Mitarbeiter der Unterhaltungsin­dustrie besonders häufig mit Berufsasthma geplagt sind.

Da die Original-Definition in der Studie für Unterhaltung- und Freizeit-industrie-Mitarbeitern von Friseuren über Tierpfle­ger, Hausmeister bis zu Theater- und Filmstudio-Mitarbeitern reichte, kann allerdings nicht einmal sicher gesagt werden, ob die 4 Betroffenen und nur »rechnerisch« zu Berufsasthmakranken umdefinierten Personen überhaupt jemals ein Studio oder Theater von innen gesehen bzw. Theaternebel jemals eingeatmet haben.

Das so entstandene, sich in keiner anderen Studie wieder spiegelnde Ergebnis als beweiskräftig für die Behauptung, dass Theatermitarbeiter »...Vermehrt an Atemwegserkrankungen leiden...« zu verwenden, geht nur unter Aufgabe jedes naturwissenschaftlichen Verstands. Die erste wie die zweite Studie sind ein prägnantes Beispiel für so ge­nannte »Bad Science« (schlechte Wissenschaft).

 

Zu 3.                                                                                      

In der als experimentelle Untersuchung bezeichneten (Cockpit-) Studie kommen schwedi­sches Mediziner, nachdem sie in einem Luftfahrt-Trai­ningscenter in Mittelschwe­den 1998 einige Tests mit „zu­fällig“ dort übenden Piloten durchgeführt haben, zu folgendem Ergebnis:

Werden Nicht-Asthmatiker kurzzeitig einem PG-Nebel aus Theater-nebel-Geräten aus­gesetzt, kann dies zu Irritatio­nen der oberen Atemwege und Augen führen, einige wenige können auch mit Husten und leichter Obstruktion der Atemwege reagieren.
CONCLUSION—Short exposure to PG mist from artificial smoke generators may cause acute ocular and upper airway irritation in non-asthmatic subjects. A few may also react with cough and slight airway obstruction.

Weiterhin wird behauptet, dass bereits eine einminütige Exposition gegenüber Theaternebel zu gesundheitlichen Problemen im Bereich des Auges und des Nasenrachenraums führe, u. a. auch zu einer reduzierten Tränenfilm-Stabilität.
RESULTS: After exposure to PG mist for 1 minute tear film stability decreased, ocular and throat symptoms increased, forced expiratory volume in 1 sec­ond/forced vital capacity (FEV1/FVC) was slightly reduced, and self rated severity of dyspnoea was slightly increased. No effect was found for nasal pa­tency, vital capacity (VC), FVC, nasal symptoms, dermal symptoms, smell of solvent, or any systemic symptoms. Those exposed to the higher concentra­tions in the afternoon had a more pronounced increase of throat symptoms, and a more pronounced decrease of tear film stability. In four subjects who reported development of irritative cough during exposure to PG, FEV1 was decreased by 5%, but FEV1 was unchanged among those who did not develop a cough. Those who developed a cough also had an increased perception of mild dyspnoea.

Gerade die spektakuläre Behauptung, dass bereits nach 1 Minute der Exposition gegenüber Theaternebel ge­sundheitliche Probleme auf-treten, ohne gleichzeitig deutlich zu machen, dass die in der Untersuchung eingesetzten Konzentrationen des Wirkstoffs nicht der üblichen Theaternebel-Anwendung entspricht, sondern ungewöhnlich hoch wa­ren, macht die Ergebnisse problematisch.

Der technische Teil der Veröffentlichung ist so man­gelhaft doku­mentiert, dass man weder genau er­fährt, ob der Ne­bel während des ei­gentlichen Trainings im Cockpit zur Simulation als Brandrauch verwendet wurde, oder ob die Ver­suchspersonen nur kurzzeitig nebenbei zu Testzwe­cken dem Nebel ausgesetzt wurden.

Es ist nicht einmal zweifelsfrei zu erkennen, woraus die dort verwendete Nebelflüssigkeit speziell bestanden hat. Die Au­toren spre­chen von einer han­­delsüblichen PG-Lösung zur Rau­cherzeugung (Commercial PG-Solu­tion for smoke gene­rating). Es wird weder erklärt, worin dieses PG gelöst war (Solution?), noch woher die Flüssigkeit stammt, denn solch eine Bezeichnung wäre für Nebelflüssigkeiten völlig außer­gewöhnlich, auch in Schweden werden Nebelflüssigkeiten so nicht angeboten. Auch wird keine chemische Ana­lyse der Flüssigkeit, kein Datenblatt oder etwas anderes Erklärendes bezüglich der kompletten Inhaltsstoffe vorge­stellt. Auch zur Rein­heit und Sauberkeit der Substanz bzw. des verwendeten Geräts (Fabrikneu?) wird nichts gesagt.

Die Veröffentlichung ist fachsprachlich „im Design mangelhaft“ und hin­sichtlich Dokumentation und technischer Ausfüh­rung, laienhaft ausgedrückt, „grot-tenschlecht“ durchgeführt worden. Sie ist aus wissenschaftlicher Sicht völlig inakzepta­bel, weil keine rando­misierten Probanden ver­wendet, keine Kontrollgruppe etabliert und keine Wieder­holungsversuche unter kontrollierten Laborbedingungen vorgenom­men wurden und weil eine Teil­nehmerzahl von 27 Personen keine Stichprobenzahl ist, aus der ver­lässlich statistische Belege ermittelt werden können.

Es ist genau die Veröffentlichung, auf die sich die BAuA bei ihrem Antrag auf Einstufung des Wirkstoffs PG als reizend gestützt hat und welcher von der Echa abgelehnt wurde.

Der Verfasser dieser Zeilen hat ca. 180 Veröffentlichungen, die die Behauptung nach 2. enthielten, hinsichtlich ihrer Quellenangabe überprüft und musste feststellen, dass tatsächlich nur »nachgeplappert« wird. Ausnahmslos alle Quel­lenangaben führen direkt bzw. indirekt zu dieser 12 bzw. 15 Jahre alten Veröffentlichung!

Es findet sich außer der o. a. Veröffentlichung bis heute keine Hu-manstudie, die gleiches behauptet bzw. bestätigt.

Alle vorgenannten Studien sind ca. 15 Jahre alt, die darin gemachten Behauptungen haben sich bis heute weder bewahrheitet, noch haben sie zu Konsequenzen geführt. Gerade die Behauptung, dass beim Einsatz von Theaternebel in Cockpit-Flugsimulatoren bereits innerhalb 1 Minute Gesundheitsbeeinträchtigungen auftreten würden, widerspricht nicht nur der Erfahrung aller Fachleute mit Theaternebel, sondern hat sich offensichtlich in keinem anderen Flugsimulator bewahrheitet. Es werden bis zum heutigen Tag in gleicher Art und Weise welt­weit und auch häufig - unter ande-rem auch mit SAFEX®-Theaternebel - in Flugzeug-Trainingsein­rich-tungen Notfallsimulationen durchgeführt, ohne dass über Gesund-heitsprobleme berichtet wird.

 

Zu 4.                                                                                      

In der öffentlichen Diskussion zur E-Zigarette wird in Bezug auf die Verdampfungsliquide immer wieder darauf hingewie­sen, dass diese verne-belt /verdampft in feinstaubartigen Partikelform vorliegen. Unter-schwellig wird angedeutet, dass derartige Partikel, die auch bei Theaternebel entstehen sollen, in der Lunge, insbesondere auch gerade bei jungen Menschen ein nicht akzeptables Risiko darstellen würden. Diese Erläuterung ist deshalb problematisch, weil eine Wirkung bzw. Gefahr angedeutet wird, die in Wirklichkeit nicht existiert.

Selbstverständlich besteht Nebel aus Partikeln, das ist eine Binsenweisheit. Was die Gegner der E-Zigarette verschleiern, ist die Tatsache, dass es sich um Flüssigkeitspartikel handelt, wie echter und künstlicher Nebel eben so ist. Im Gegen­satz zu Feststoffpartikeln, die zumindest im Theaternebel nicht entstehen oder enthalten sind, verbleiben diese Partikel nach der Inha-lation nicht in der Lunge, sondern werden innerhalb weniger Sekun-den /Minuten resor­biert und auf natürlichem Wege abgebaut.

Wäre dies nicht so, wäre der Aufenthalt z. B. auch in echtem Nebel höchst gefährlich. Hier werden in bekannter Spin-Doktor-Manier die Partikel in Feinstaub umdefiniert, man nutzt den Begriff PM 2,5 (Particulate matter) der unter anderem auch Feinstaub beschreibt, aber nichts anderes als partikelförmiges Material (mit einem aerodynamischen Durchmesser von 2,5 µm) bedeutet.

An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass »echter« Nebel, also das was wir im Herbst oder Frühjahr auf den Wiesen und Feldern finden, in der Tat neben den ungefährlichen Wasserdampfpartikeln eine Menge atmo-sphärischen »Dreck« enthält, der aus Feststoffen besteht. Dies sind natürliche Bestandteile wie Pollen, Pflanzen- und Mineralstäube, aber auch Umwelt-belastungen wie Dieselruß etc.

So gesehen ist »echter Nebel« in der Tat belastender, als z. B. der SAFEX®-Theaternebel, denn darin finden sich keiner­lei Feststoffpartikel. Der auf Bühnen fast immer vorherrschende Staub wird sogar in einem bestimmten Umfang durch Theaternebel »herausgewaschen«, besser wirken jedoch die heute üblichen Luftbefeuchter mit ihren groben (ungefährli­chen) Wasser-partikeln, die nicht nur die Luft anfeuchten, sondern auch Staub nieder-schlagen.

Ein sicherer Theaternebel, wie ihn SAFEX® entwickelt hat, enthält nur Stoffe, die vom Körper gefahrlos resorbiert werden können. Auch der nun weiterhin als nicht reizend eingestufte Wirkstoff PG wird z. B. in Inhalationsarzneimitteln seit vielen Jahren eingesetzt. Auch wurde er unter anderem in einem Präparat, das nach einer Lungentransplantation inhaliert werden sollte, erprobt. Die Stoffe sind insofern bestens untersucht und nicht - wie in der Diskussion mit der E Zigarette behauptet - wissenschaftliches Neuland.

Frau Pötschke-Langer hat sich in verschiedenen Publikationen (z. B. FOCUS ONLINE, Dienstag 26.5.2015) zu der Be­hauptung verstiegen:

„Mit jedem Zug wird ein Chemikaliengemisch inhaliert. Insbesondere bei hohem Dauerkonsum kann eine Krebs­gefährdung nicht ausgeschlossen werden“.

Mit dem zweiten Teil dieser Formulierung im Zusammenhang mit der WHO-Tagung zum Thema „Rauchen“ am 21. März 2015 hatte sie endgültig den Bereich des menschlichen und wissenschaftlichen Anstands verlassen.

Ihre Formulierung »… kann nicht ausgeschlossen werden…« ist eine typische Konjunktiv-Formulierung, die von Renom­misten immer dann gewählt wird, wenn sie nichts Handfestes haben. Man kann immer irgendetwas nicht ausschließen. Angemessen wären solche Aussagen, wenn aufgrund z. B. wissenschaftlicher Erkenntnisse von einer Wahrscheinlichkeit oder noch besser, von einer hohen Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit gesprochen werden könnte, aber das wird gerade mit dieser „Wischiwaschi“-Formulierung vermieden. Eben weil man nichts Sicheres hat und meist auch nicht einmal weiß, ob die ver-mutete Sache jemals eintritt.

Auch das Bundesamt für Risiko (BfR) am 23.4.2015 eine Stellung-nahme zum Thema E-Zigaretten/Variante E-Shishas veröf-fentlicht und geht darin mit der Fragestellung der »Partikeldeposition in der Lunge« nicht korrekt um.

Richtig ist, das Nebel aus Partikeln besteht und diese selbstverständlich beim Einatmen in die Lunge geraten. Aber wie bereits weiter oben erwähnt, lösen sich diese bereits nach wenigen Sekunden in der feuchten Lungenoberfläche (im Surfactant) und werden anschließend über Zellzwischenwände (Inter-stitium) und dem Blut zu harmlosen Substanzen verstoffwechselt.

Insofern ist auch die Spekulation des BfR in der genannten Veröffentlichung über gefährliche Ablagerun­gen in der Lunge, die Ent-zündungsreaktion hervorrufen und bei Kindern ein vermindertes Lungen-wachstum in Verbin­dung mit reduzierter Lungenfunktion bewirken sollen, unwissenschaftlich.

Wegen der flüssigen Partikelform sind ähnliche Auswirkungen wie bei der Luftverschmutzung durch Feinstäube nicht im geringsten zu erwarten, wie das BfR postuliert, denn diese „anderen“ Luftverschmutzungen sind Feststoff-Partikel wie Dieselruß und ähnlicher Dreck, welcher sich bekanntermaßen nicht im Körper auflöst.

Hier bewegt sich das BfR ebenfalls in Richtung „bad science“. Man muss ihm allerdings zugute halten, das es bereits im Kopf der Stellungnahme zur Aussagekraft der vorliegenden/zitierten Daten selbst anmerkt: GER-ING, zahlreiche wichtige Daten fehlen!

Das Vorwerfbare an diesen Vorgehensweisen besteht darin, wissenschaftliche Fakten in unzulässiger Weise so miteinan­der zu vermischen, das Journalisten und andere Nichtfachkundige ein völlig falsches Bild erhalten. Richtig ist zum Bei­spiel, das man bei fehlerhaften, sich stark überhitzenden E-Zigaretten, eine pyrolytische Zersetzung des Liquids feststel­len kann und sich dann Carbonylverbindungen und damit krebserregende Substanzen nachweisen lassen. Die gemachten Versuche mit provokativ überhitzten E-Zigaretten auf Rotglut sind also nicht grundsätzlich wissenschaftlich falsch, sie spiegeln jedoch nicht die Praxis wieder, weder in einer E-Zigarette und schon gar nicht in einem Nebelgerät.

Genauso wenig kann man Lebensmittel, die in einer Bratpfanne versehentlich verkohlen, als Beleg dafür sehen, dass die Lebensmittelzubereitung in Brat-pfannen grundsätzlich eine bedeutsame Krebsgefahr darstellt und man deshalb dieses Verfahren verbieten sollte.

Die in SAFEX®-Nebelfluiden und auch in E-Zigaretten verwendeten chemischen Wirkstoffe (in der Reinheit wie sie SAFEX® einsetzt)

Diese Erkenntnisse sind überraschenderweise gerade auch aus den Studien herauszulesen, die das DKFZ und das BfR als Belege für das Gegenteil angeben, das BfR schreibt sogar, dass die strittigen Rohstoffe als Verne-belungsmitteln bei einer kurzzeitigen, sachgerechten Anwendung relativ sicher sind und sogar in medizinischen inhalativen Anwendun­gen zum Einsatz kommen.

Was will man also mehr?

SAFEX®    … mit Sicherheit besser!

 

 

 


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