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Anmerkungen zu Sicherheit und Qualität von Effektmitteln

 

Capt. Dipl-Ing T. Krieg, Sea-Med-Care, Basic Safety Training Instructor, Hamburg
Aktualisiert

 

 

43 Jahre SAFEX®-THEATERNEBEL

SAFEX® NEBELFLUIDE wurden in der Entwicklungsphase (1973) sowie in den neunziger Jahren, nachdem ein unberechtigter Verdacht hinsichlich Schadwirkung in Fachkreisen kommuniziert worden war, noch einmal arbeitsmedizinisch, toxikologischen und sicherheitstechnisch untersucht (siehe SAFEX®-Unbedenklichkeitserklärung). Nach nun 43 Jahren Erfahrung mit dem Produkt und eine mindestens jährlichen Überprüfung der sicherheitstechnischen Daten in internationalen Datenbanken und Rechtsvorschriften der EU gibt es keinen Anlass, von der ursprünglichen sicherheitstechnischen Beurteilung auch nur im Geringsten abzuweichen. Ganz im Gegenteil, SAFEX® sieht die Tatsache, dass das Produkt sich sicherheitstechnisch nicht nur bewährt, sondern auch heute noch genauso eingestuft wird wie zur Entwicklungszeit, als einen starken Beweis dafür, dass die ursprüngliche Entwicklung aufgrund der Systemgestaltung und sorgfältigen Stoffauswahl ein über Jahrzehnte sicheres Produkt ergeben hat.

 

 
Kann man Sicherheit übertreiben?
Antwort: ein klares und eindeutiges „Jein“.

SAFEX® wird gelegentlich vorgehalten, dass der hohe Sicherheitsanspruch der SAFEX®-Produkte diese unnötig verteuert, mit anderen Worten: SAFEX® übertreibt es mit Sicherheit.

Grundsätzlich kann man natürlich Sicherheit übertreiben, so wäre es weder praktikabel noch sicherheits- technisch sinnvoll, würde man beim Aufenthalt außerhalb von Gebäuden permanent einen Schutzhelm tragen, um sich z. B. vor herabfallenden Teilen von Flugzeugen, kleinen Meteoritenstückchen etc. zu schützen. Das Risiko, auf derartige Weise verletzt zu werden ist extrem klein, das dauerhafte Tragen eines Schutzhelms ist nicht nur unkomfortabel sondern birgt auch eigene, neue Risiken.

Im Bereich der technischen Sicherheit sollte das jedoch etwas anders gesehen werden. Auch vergleichs- weise seltene Risiken können, wenn der Schadensfall eintritt, für einen Gewerbetreibenden u. U. den wirtschaftlichen Ruin darstellen.

Insofern ist es gerade für verantwortliche Mitarbeiter von Behörden und Unternehmen von Bedeutung, wie weit sie Sicherheit »sicherstellen« wollen. „Wer nichts hat, kann auch nichts verlieren“, dies ist die unausgesprochene Haltung mancher kleiner Unternehmer oder Selbständigen, deshalb findet sich in diesem Bereich häufig auch vorschriftswidriges Handeln. Wenn aber ein Unfall stattfindet und die ermittelnden Behörden feststellen, dass ggf. grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt wurde, kann das zu sehr ernsten, auch persönlichen Konsequenzen für den Unternehmer, aber auch die leitenden Angestellten führen.

Verschiedene Unfälle der letzten Jahre im Showbereich haben gezeigt, dass auch weniger wahrscheinliche Risiken immer wieder einmal auftreten und bei bestimmten Konstellationen zu Katastrophen führen. So sind mehrere Diskotheken in verschiedenen Ländern abgebrannt, weil eine leichtsinnige Kombination aus ungeeigneter Dekoration und Pyrotechnik riskiert wurde.

Aktuell zeigt ein Unglück in einem Freizeitpark in Taiwan, bei dem 500 Menschen zum Teil äußerst schwer verletzt wurden, dass selbst das Versprühen von Farbpulver, hergestellt aus ungeeigneten Rohstoffen, unerwartet zur Katastrophe führt. Es passierte, obwohl dieses Farbpulver-Versprühen (Holi-Gulal-Pulver) seit Jahrzehnten geübte und unfallfreie Praxis bei verschiedenen Festivitäten in Fernost ist.

Das Beispiel zeigt traurigerweise, dass manche Vorgänge über Jahrzehnte unfallfrei durchgeführt werden können,ohne das ein Schaden eintritt. Das Zerstäuben von organischen und damit brennbarem Pulver war aber grundsätzlich schon immer ein potentielles Risiko, zumindest in der Nähe einer Zündquelle. Man sieht, das der »Teufel im Detail« steckt und man nur dann nicht mit schlimmen Folgen rechnen muss, wenn man sich vorher technisch sorgfältig überlegt hat, was man einsetzt und verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

CPL- bzw. GHS-Kennzeichnung pyrotechnischer Gegenstände.

Seit Mitte des Jahres 2015 ist es Pflicht, alle neu in den Handel gebrachten pyrotechnische Erzeugnisse nach den Vorschriften der CPL-Verordnung mit den GHS-Symbolen etc. zu kennzeichnen.

Auf der einen Seite sind diese neuen Symbole, die Sie jetzt überall auf Produkten mit Gefahrstoffen sehen, weltweit gleich, sodass nun auch international Einheitlichkeit besteht, auf der anderen Seite müssen viele Produkte anders als früher gekennzeichnet werden, was zu mancher Verwirrung führt.

Pyrotechnische Erzeugnisse müssen jetzt mit dem Symbol „explodierende Bombe“ gekennzeichnet werden, was früher nur für sehr gefährliche Gegenstände, insbesondere Großfeuerwerkskörper und Explosivstoffe vorgeschrieben war.

Auch nach Rücksprache mit zuständigen Behörden muss ein solches Symbol selbst auf die kleinsten und vergleichsweise gering gefährlichen Gegenstände bzw. ihre Verpackung aufgebracht werden. Ob das für Bengal-Streichhölzchen, Wunderkerzen oder kleine pyrotechnische Scherzartikel Sinn macht, ist diskussionswürdig.

Aus Sicht von SAFEX® noch verwirrender ist die Verpflichtung, den Warnhinweis »Gefahr durch Feuer oder Splitter, Spreng- oder Wurfstücke« auf derartige Gegenstände anzubringen. Auch den Verbraucher darauf hinzuweisen, dass er bei einem »Brand die Umgebung zu räumen hat«, erscheint insbesondere bei einer Schachtel Goldregen oder pyrotechnischer Schlangenhütchen eher grotesk denn hilfreich.

Bedenkt man, dass auf der äußeren Transportverpackung im Gegensatz zur Gegenstandskennzeichnung noch die bisher gültigen Gefahrenzettel angebracht werden müssen, wird es endgültig unverständlich. Sie werden so zukünftig von uns u. a. kleine Zimmerfontänen, gekennzeichnet mit dem Bombensymbol erhalten, auf der Versandverpackung wird sich jedoch nur der orangenfarbige Gefahrenzettel mit der „erhellenden“ Aufschrift 1.4 S befinden.

In der Bemühung alles besser machen zu wollen, scheinen bekanntermaßen diese von der EU bzw. der europäischen Chemikalienbehörde Echa ausgehenden Forderungen mehr gut gemeint als wirklich hilfreich zu sein. Eine Übertreibung von Gefahren ist genauso nachteilig wie eine mangelnde Warnung davor. Schlussendlich werden solche Symbole und Gefahrenhinweise vom Verbraucher nicht mehr ernst genommen, wenn sie ständig auf bekanntermaßen gering gefährlichen Gegenständen zu finden sind und das ist sicherheitsphilosophisch nicht nur kontraproduktiv, sondern eigentlich eine Katastrophe!

Lassen Sie sich insofern nicht von diesen Dingen verwirren, SAFEX®-Erzeugnisse sind nicht gefährlicher geworden, weil jetzt andere Symbole aufgebracht werden müssen. SAFEX® ist ….mit Sicherheit besser!

 

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